Wir stellen vor:

Heidi Arndt von der Gemeinde Pfullingen

Ich bin 17 Jahre alt, besuche zur Zeit an der Laura-Schradin-Schule Reutlingen das Sozialwissenschaftliche Gymnasium. Ich schreibe schon sehr lange... vermutlich schon seit der zweiten Klasse hin- und wieder Gedichte. Irgendwann habe ich auch mal angefangen darin Erlebnisse zu verkraften. Doch in den letzten zwei Jahren habe ich das Schreiben eher vernachlässigt, was ich jetzt aber auch wieder aufholen möchte! Ich freue mich schon sehr auf den "Poetry-Slam-Wettbewerb" am 10. Februar in Pfullingen. Das wird dann das erste Mal, dass ich an einer öffentlichen Veranstaltung mit genau diesem Zweck (Poetische Stücke vortragen) teilnehme! Auser Peosie sind meine Hobbies Portraitzeichnen, Musizieren, Tischtennis spielen und Zuhören. Außerdem liebe ich es, verträumt durch die Welt zu gehen, mit einem Blick, als würde ich alles zum ersten Mal sehen. Manche Dinge sehen wir nämlich zum x-sten Mal, aber erst mit diesem Blick bemerkt man, wie schön es eigentlich ist! So bestaune ich am Liebsten die Kleinen Erinnerungen an den Schöpfer dieser wunderschönen Welt!

Liebe Grüße Heidi

 

Spaziergang durch’s Leben

 

Zögerlich gehe ich den Spaziergang an.

Langsam, da ich nicht weiß, was alles passieren kann.

Ich gehe hier zum ersten Mal,

daher war dieser Weg auch nie meine erste Wahl.

Schon bald stehe ich vor der ersten Entscheidung zwischen

verschiedenen Wegen,

ich schaue anderen zu und höre sie reden:

„Go west young man, go west!“

Und „Vertraue unserer Bank, wir machen den Rest“

Geld regiert die Welt!

„Wer den Cent nicht ehrt ist des Euros nicht wert“

Geld lockt wohin ich auch schaue,

ich frage mich echt, wie gut es ist, wenn ich auf Geld baue!

Unentschlossen mache ich schnell meinen nächsten Schritt.

Mir ist bekannt: jeder Weg bringt seine Konsequenzen mit sich!

Oft muss ich mich entscheiden:

„In welchem Beruf muss ich für das meiste Geld am

wenigsten leiden?“

Orientierung an Vorbildern ist gut – sicherlich!

Doch vielleicht ist nicht jeder ihrer „guten Schritte“ auch gut für

mich?!

Immer schneller wird mein Gang

Mehr und mehr Menschen gehen mit mir denselben

Weg entlang

Ich muss Schritt halten

Mit den anderen mithalten

Konkurrenz ausschalten

Weiter gehen

Keine Ende sehen

Kann den Sinn dieses Rennens nicht verstehen….

Ich weiß nicht warum ich das noch mitmache;

Das Rennen ist der Grund warum ich kaum noch lache

Und es kommt wie es kommen muss,

sodass ich zusammenkrache….!

Erst jetzt verstehe ich:

Weiterhasten lohnt sich nicht!

Nach dem Gesause

Mach ich Endlich eine Pause.

Jetzt erinnere ich mich an meinen Zufluchtsort.

In dem Gerenne gibt Gott mir Ruhe durch Sein Wort.

Hier hat Arbeit & Stress keinen Platz.

Bei Gott entspannen ist für mich der größte Schatz!

Er hilft mir beim Weitergehen,

Ich kann trotz Gegenwind nach vorne sehen!

Ich weiß, mich bringt nicht jeder Schritt voran!

Ich weiß, dass ich trotz Navi in einer Sackgasse landen kann!

Dann muss ich umdrehen,

kann manchmal den Boden nicht sehen,

muss so einen schwierigen Weg nochmal bestehen,

auch wenn es manchmal bedeutet: hinfallen,

aber dann: aufstehen, Krone richten, weiter gehen!

Hin- und wieder habe ich einen falschen Weg genommen

Und merke dann: hier bin ich doch

schon einmal vorbeigekommen!

Ich laufe Umwege, gehe im Kreis, doch verzage nicht!

Oft ist es dunkel; doch Gott der Herr ist mein Licht!

Ich setze mich einfach in ein Boot und lass mich treiben,

fast schon leichtsinnig denk ich: „Och ja, dank Gott

werde ich schon auf dem rechten Weg bleiben!“

doch sobald ich über den Bootsrand schaue,

merke ich, dass ich Gott doch nicht ganz so

zweifellos vertraue.

Er geht zwar mit mir mit,

doch zu oft zeigt er mir nicht mehr

als den nächsten Schritt!

Ich sehe meistens nicht Gut oder auch nicht viel!

Warum zeigt ER mir nicht den ganzen Weg

bis zum Ziel?!

Oft verstehe ich nicht, was Gott sich denk,

während er meine Wege zum Guten lenkt!

Zitat: „Das Leben muss man vorwärts leben,

doch nur rückwärts betrachtet wird es Sinn ergeben!“

Manchmal wundere ich mich einfach Still,

wie Gott mich hier her gebracht hat,

wo er mich genau jetzt haben will!

 

© Heidemarie Arndt, 2016